Georg Bätzing neuer Sprecher der Bischöfe: Kann und wird er auch etwas bewegen?

Als Bischof des kleinen und jungen Bistums Limburg galt er nicht unbedingt als Favorit für die Nachfolge von Reinhard Marx. Doch einige Beobachter hatten ihn sehr wohl auf dem Zettel für den Vorsitz der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK): Dr. Georg Bätzing. Am 3. März wählten die 69 Bischöfe ihn zu ihrem neuen Vorsitzenden und Sprecher. Er ist damit das Gesicht und der erste Repräsentant der 23 Millionen Katholiken im Land.

Er habe, so Bätzing, nicht mit seiner Wahl gerechnet. Sie war wohl auch eine logische Folge des Austauschs in den Kleingruppen der Bischöfe am Tag der Wahl, als es um die Erwartungen und Anforderungen an den „Neuen“ ging. Viele wünschten sich einen authentischen und vermittelnden Vorsitzenden. Und so bezeichnete der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann Bätzing als “Wunschkandidaten”.

Es muss etwas passieren
Sicher ist Bätzings Wahl auf der Frühjahrsvollversammlung der DBK in Mainz auch ein Ausdruck dessen, wie ratlos die katholischen Bischöfe sind. Die Missbrauchsfälle hängen den Bischöfen wie Mühlsteine um den Hals. Das Vertrauen ist dahin, im Kreis der Exzellenzen ist man sich zudem alles andere als einig, was zu tun ist. Dabei trifft die katholische Kirche nicht nur auf das Misstrauen der Gesellschaft, auch in weiten Teilen der Kirche ziehen sich mehr und mehr engagierte Gemeindemitglieder enttäuscht zurück, manche treten sogar aus, weil sie lange, zu lange auf Veränderungen in der Kirche gewartet haben.

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